Andrea Eickhoff

(* 1968), Dipl.-Sozialpädagogin
… hat Kalli Kiepe erfunden.

Dr. Thomas Eickhoff

(* 1966), Kulturhistoriker
… hat die Geschichte mitgestaltet.

Kai Schüttler

(* 1988), Illustrator
… hat die Bilder gezeichnet.

Dieter Sieger

(* 1938), Designer
… hat dafür gesorgt, dass alles schön wird.

Schaut mit uns hinter die Kulissen und lernt die Erfinder von Kalli kennen: Andrea und Thomas Eickhoff. Wir besuchen u.a. den Illustrator Kai Schüttler in seinem Atelier, rocken mit Thomas Göthel den Kalli-Song und zeigen, wie das Musikvideo entstanden ist. Klickt mal rein!

Was will dieses Buch?

Als Stadtführer für Kinder im Vorschul- und Grundschulalter soll durch dieses Buch die Sozialkompetenz der jungen Adressaten im Bereich ihres historischen Umfeldes, also der Stadt Münster, gestärkt werden. Die Kinder, die in Münster wohnen, sollen in dem Buch ihre Heimatstadt genauer kennenlernen und gleichzeitig einige neue Aspekte über die Stadt erfahren. Kindern aus dem Umland soll Münster durch dieses Buch nahe gebracht werden. Sie lernen etwas über die Stadt, bekommen erste Eindrücke über den Charakter Münsters und erfahren, was man hier unternehmen kann. Für Kinder dieser Altersgruppe hat das Buch einen Sachbuch-Charakter im Sinne einer historisch orientierten Stadterkundung. Beim Text wird bewusst darauf verzichtet, Kinder mit für sie „abstrakten“ Jahreszahlen der Geschichte, wie z. B. „1648“ („Westfälischer Frieden“) oder architektonischem Fachvokabular, wie z. B. „gotischer Baustil“ o. ä. zu konfrontieren. Die kognitive Überfrachtung mit geschichtlichem Wissen würde das Verstehen erschweren, da die Städtetour von altersgemäß irrelevanten Fakten überlagert würde.

Die Hauptfigur: Kalli Kiepe

Der Hauptcharakter des Buches wird aus einer genuin in der Geschichte Münsters verwurzelten Figur entwickelt – dem Kiepenkerl. Dabei ist die Darstellung in Text und Bild weder altertümelnd noch konservativ, sondern aktuell und populär, in dem der Junge, der „Kalli Kiepe“ heißt, als ein Kind der Gegenwart mit hohem Identifikationspotential eingeführt wird. Er ist neugierig, interessiert, aufgeschlossen und trägt aus seiner Familiengeschichte Rudimente in sich, die noch bis in die Gegenwart spürbar sind: Tradition und Innovation werden miteinander verbunden. Denn „Kalli Kiepe“ ist auch anders, in dem er statt eines Rucksacks oder Tornisters noch eine Kiepe trägt und mit seiner aus der Tradition des Kiepenkerls erwachsenen „Handelsfamilie“ auf dem Wochenmarkt zu finden ist. Seine Sicht auf mancherlei
Dinge (Promenade ohne Autos, Müll am Kanal) ist umweltbewusst, wach und kritisch, ohne dass daraus eine überpädagogisierte Darstellung resultiert. Aus der Perspektive einer für die Stadt Münster kindgerechten Identifikationsfigur werden wichtige Orte und historische Begebenheiten der Stadt Vorschulkindern nahe gebracht.

Aspekte der Illustration

Für die Autoren Andrea Eickhoff (Sozialpädagogin und Familientherapeutin) und Dr. Thomas Eickhoff (Kulturhistoriker) ist die Hauptfigur Kalli Kiepe in der Geschichte der entscheidende Charakter, da sich mit dieser Figur die angesprochene Zielgruppe identifizieren kann und in ihr hinsichtlich Umweltbewusstsein und dem Kennenlernen einer Stadt bzw. städtischer Geschichte eine sozio-kulturelle Vorbildfunktion sieht. Die beschriebenen Schauplätze Münsters werden möglichst „echt“ und mit einem hohen Wiedererkennungswert dargestellt. Dabei steht durchweg der zentrale Gedanke im Vordergrund, dass dieses Buch in erster Linie das kulturelle Bewusstsein und soziale Verantwortungsgefühl von Kindern stärkt.

Aufbau und Struktur

Das Buch stellt 15 Plätze in Münster vor, die in der Chronologie der Darstellung bei einer Stadttour entsprechend aufgesucht werden können. Dabei ist das Augenmerk auf jene Orte gerichtet, die Kinder toll und interessant finden, wie auch im Hinblick auf die Stadtgeschichte besonders relevant sind. Die Vorstellung der verschiedenen Orte von Münster geschieht fortlaufend, eingebettet in eine Geschichte oder einen Tagesablauf von Kalli Kiepe mit einem hohen Identifikationsfaktor für Kinder. Durch die Wahrnehmung und Benennung dessen, was Kalli Kiepe gut oder nicht gut findet, werden z. B. die Besonderheiten der Stadt hervorgehoben, wie die autofreie Promenade mit den Spielplätzen, das Naherholungsgebiet Aasee, das Historische Rathaus oder das Schloss als Sitz der Universität usw.